Am vergangenen Samstag ging es für uns zum dritten Saisonspiel nach Doberlug-Kirchhain. In der dortigen Halle erwartete uns ein enges und umkämpftes Spiel gegen den VfB Doberlug-Kirchhain. Am Ende konnten wir uns mit 25:23 durchsetzen und zwei wichtige Punkte mit nach Potsdam nehmen. Dabei war es alles andere als ein einfaches Spiel. Von Beginn an war die Partie von vielen technischen Fehlern, vergebenen Chancen und einigen unglücklichen Situationen geprägt. Auch der Klister machte uns teilweise das Leben schwer. Dadurch fanden wir nicht konstant zu unserem gewohnten Spielfluss und waren phasenweise selbst etwas unsicher.
Trotzdem erwischten wir zunächst den besseren Start und konnten uns über 3:2 und 5:3 eine kleine Führung erspielen. Die Gastgeberinnen blieben jedoch dran und drehten die Partie anschließend. Beim Stand von 6:5 für Doberlug-Kirchhain mussten wir uns wieder zurückkämpfen. Das gelang uns zunehmend besser. Über 7:7 und 8:8 konnten wir die Partie wieder ausgleichen und anschließend sogar mit 10:8 in Führung gehen. Besonders Selina Grube zeigte sich in dieser Phase sicher vom Siebenmeterpunkt und trug mit mehreren Treffern dazu bei, dass wir uns zwischenzeitlich etwas absetzen konnten. Kurz vor der Pause bauten wir die Führung sogar auf 12:9 aus. Mit einer 13:11-Führung ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng. Wir konnten zunächst den Vorsprung verteidigen, doch Doberlug-Kirchhain kämpfte sich immer weiter heran. Beim Stand von 16:16 war die Partie wieder völlig offen. Wenig später gingen die Gastgeberinnen sogar mit 19:17 in Führung. Jetzt stellten wir unsere Deckung um und gaben wir uns auch dieses Mal nicht geschlagen. Wir kämpften uns zurück und verkürzten durch Paula Mistareck und Lisa Hesselmann Schritt für Schritt. In der Deckung stellten wir unsere Gegnerinnen vor neue Aufgaben. In einer intensiven Schlussphase wechselte die Führung mehrfach und beim Stand von 21:21 war wieder alles offen.
Dann bewiesen wir Nervenstärke. Annika Mistareck brachte uns mit zwei wichtigen Treffern kurz hintereinander mit 23:21 in Führung und Pia Wolff hielt uns hinten mit ganz wichtigen Paraden den Rücken frei. Doberlug-Kirchhain konnte zwar noch einmal ausgleichen, doch Annika Mistareck und Lisa Hesselmann sorgten in der Schlussphase erneut für die entscheidenden Treffer. In den letzten Minuten wurde es noch einmal richtig spannend: Beim Stand von 23:23 bekamen wir kurz vor Schluss einen Siebenmeter zugesprochen, konnten diesen jedoch nicht verwandeln. Statt den Kopf hängen zu lassen, blieben wir konzentriert und kämpften weiter in der Abwehr um jeden Ball. Annika Mistareck brachte uns anschließend erneut mit 24:23 in Führung. Wenige Sekunden vor dem Ende setzte Lisa Hesselmann mit ihrem Treffer zum 25:23 den Schlusspunkt.
Damit nehmen wir nach einem nervenaufreibenden Spiel zwei Punkte aus Doberlug-Kirchhain mit nach Hause. Es war sicherlich nicht unser fehlerfreistes Spiel und auch spielerisch lief nicht alles so, wie wir es uns vorgenommen hatten. Gerade deshalb sind wir umso glücklicher, dass wir bis zum Schluss gekämpft und auch in schwierigen Phasen als Mannschaft zusammengehalten haben. Am Ende zählen die zwei Punkte – und die nehmen wir gerne mit nach Potsdam!
Vielen Dank an alle, die uns auch auswärts unterstützt und angefeuert haben! Wir freuen uns auf das nächste Spiel.
